Aktuelles


„Bei mir ist die Vorfreude auf das neue Gesangbuch gewachsen!“
SELK-Pastoralkolleg befasst sich mit neuen Gottesdienstbüchern

Lutherstadt Wittenberg, 20.2.2020 – selk – Zum Thema „Gottesdienst gestalten mit dem neuen Lektionar“ hatte das Pastoralkolleg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) vom 17. bis 19. Februar in das internationale lutherische Studien- und Begegnungszentrum „Alte Lateinschule“ in der Lutherstadt Wittenberg eingeladen. Zwölf Teilnehmer und eine Teilnehmerin arbeiteten mit den Leitern und Referenten dieses innerkirchlichen Fortbildungsangebots zu Fragen der gottesdienstlichen Praxis.

In einer ersten Einheit stellte Prof. Dr. Christoph Barnbrock (Lutherische Theologische Hochschule [LThH] Oberursel der SELK) die Möglichkeiten vor, die sich mit dem neuen Lektionar der SELK ergeben werden. Dieses steht kurz vor der Fertigstellung, wird sich in der Textauswahl im Wesentlichen an der im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland neu eingeführten „Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lesungen“ orientieren, aber unter anderem in der Verwendung der Übersetzungen, in der Auswahl der Texte und in der Textabgrenzung auch Sonderbestimmungen für den Raum der SELK berücksichtigen. Besonders wies Barnbrock darauf hin, dass auch die Evangelientexte des Revised Common Lectionary in der modifizierten Version, wie sie in der Lutheran Church–Missouri Synod, der US-amerikanischen Schwesterkirche der SELK, gebräuchlich ist, für die Lesejahre A bis C angegeben sein werden und diese die Möglichkeiten böten, Predigten und Bibellektüre in einer Gemeinde für ein Jahr an einem der Evangelien auszurichten. Das Lektionar wird derzeit von Barnbrock und dem Geschäftsführenden Kirchenrat der SELK, Pfarrer Michael Schätzel (Hannover), für die Veröffentlichung vorbereitet.

Der zweite Tag der mehrtägigen Fortbildungsveranstaltung stand ganz im Zeichen des neuen Gesangbuchs der SELK, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Kantor Thomas Nickisch (Radevormwald) führte in die unterschiedlichen Teile des neuen Gesangbuchs ein, erläuterte noch einmal die verschiedenen Möglichkeiten, die die unterschiedlichen Psalmvertonungen für verschieden singstarke Gemeinden mit sich bringen, leitete zum Gesang an und stellte sich auch kritischen Fragen zum neuen Gesangbuch. Insgesamt gelang es Nickisch, Fragen zu klären, Vorbehalte abzubauen und auch Vorfreude zu wecken, wie ein Teilnehmer am Ende der Veranstaltung ausdrücklich vermerkte.

Im Rahmen einer Ideenbörse gaben die Teilnehmenden sich zum Abschluss gegenseitig Anteil an bewährten, aber auch noch nicht erprobten Überlegungen zur Gottesdienstarbeit. Dabei reichten die Überlegungen von Gedanken zur Körperhaltung im Gottesdienst über missionarische Möglichkeiten bis hin zu Gestaltungsvarianten der Verzahnung von Gottesdienst und Kindergottesdienst.

Wesentliche Bestandteile des Pastoralkollegs waren weiterhin die Andachten und der Beicht- und Abendmahlsgottesdienst, die mit Stücken aus dem neuen Gesangbuch von Barnbrock, Schätzel und Missionsdirektor Roger Zieger (Berlin) vorbereitet und gestaltet worden waren.

Die Teilnehmenden zogen am Ende der Veranstaltung ein überwiegend positives Feedback, äußerten sich dankbar für die gegebenen Möglichkeiten und gaben Anregungen für Folgekurse weiter.

Das Pastoralkolleg der SELK dient der berufsbegleitenden Fortbildung der Pfarrer und Pastoralreferentinnen der SELK und wird in enger Anbindung ans Kirchenbüro der SELK und die LThH von Kirchenrat Schätzel und Prof. Barnbrock organisiert und geleitet.



"Gemeindeaufbau und Gemeindeentwicklung"
SELK: Herbstkurs des Pastoralkollegs fand in Wittenberg statt

Lutherstadt Wittenberg, 26.9.2019 - selk - Rund ein Dutzend Pfarrer der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) kamen in der ersten Wochenhälfte zum Herbstkurs des Pastoralkollegs der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in der Lutherstadt Wittenberg zusammen. An drei Tagen arbeiteten sie im Internationalen Lutherischen Begegnungszentrum ("Alte Lateinschule") gemeinsam am Thema "Gemeindeaufbau und Gemeindeentwicklung".

Am ersten Tag stellte Prof. Dr. Christoph Barnbrock, Lehrstuhlinhaber für Praktische Theologie an der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel der SELK, ausgehend von einer Begriffsklärung zunächst Rahmenbedingungen und Herausforderungen für alle Bemühungen um "Gemeindeaufbau und Gemeindeentwicklung" heraus, bevor er auch Chancen und Möglichkeiten für diesen Arbeitsbereich benannte. Dabei wechselten sich Impulse mit Gesprächsgruppen ab, in denen die Teilnehmer die Gelegenheit hatten, das Gehörte mit ihrer eigenen Pfarramtspraxis in Verbindung zu bringen.

Der zweite Tag stand im Zeichen von Praxiserfahrungen im Bereich der SELK. Superintendent Bernd Reitmayer (Bad Essen-Rabber) stellte ausgewogen und reflektiert seine eigenen Bemühungen um Gemeindeaufbau in ganz unterschiedlichen gemeindlichen Kontexten (Wolfsburg, Bochum/Herne-Recklinghausen und Rabber/Blasheim) vor und ermunterte in diesem Zusammenhang zu geistlicher Gelassenheit. Missionar Hugo Gevers (Leipzig) erläuterte den Teilnehmern anschaulich seine missionarische Arbeit in Leipzig, die sich im Feld zwischen traditioneller Kerngemeinde, Arbeit unter Migranten und sozialer Arbeit vollzieht. Dabei geriet nicht zuletzt der Aspekt in den Blick, dass es sich lohne, darüber nachzudenken, welcher Ort für Gemeindeaufbaubemühungen der passende ist. In einer letzten Themeneinheit stellte Pfarrer Matthias Tepper zehn Prinzipien seiner missionarischen Arbeit früher in Brüssel und heute im Pfarrbezirk Plauen/Greiz vor. Dabei warb er darum, bei einem Festhalten an einer soliden Theologie eine größere Vielfalt in den Formen gemeindlichen und missionarischem Engagements zu entdecken.

Am dritten Tag war mit Pfarrer Alexander Garth (Wittenberg/Berlin), der Seelsorger an der evangelischen Stadtkirche St. Marien in Wittenberg ist, ein unmittelbarer Nachbar der "Alten Lateinschule" zu Gast, der in seinem Leben an unterschiedlichen Orten und in ganz verschiedenen Arbeitsbereichen Erfahrungen in missionarischem Gemeindeaufbau gesammelt und diese auch umfassend reflektiert hat. In seinem lebendigen Vortrag zeichnete er das Bild einer Kirche, die von einer nicht weichgespülten Christologie her, die Zentrum und Kraftquelle aller Arbeit ist, adressatenorientiert missionarisch engagiert ist.

Den geistlichen Rahmen bildeten Andachten, die von den beiden Leitern des Pastoralkollegs, Kirchenrat Michael Schätzel (Hannover) und Prof. Barnbrock, gestaltet wurden. Im Zentrum der Fortbildungsveranstaltung stand ein Gottesdienst mit Absolution unter Handauflegung und Feier des Abendmahls, in dem Pfarrer Sergius Schönfeld (Wolfsburg) als Liturg und Prof. Barnbrock als Prediger fungierten.

Das Pastoralkolleg der SELK dient der berufsbegleitenden Fortbildung der Pfarrer und Pastoralreferentinnen der Kirche und findet zweimal im Jahr an wechselnden Orten statt. Der nächste Kurs ist für den Zeitraum von 17. bis 19. Februar 2020, erneut in Wittenberg, geplant. Dann stehen gottesdienstliche Gestaltungsmöglichkeiten, die sich mit dem neuen Lektionar und dem neuen Gesangbuch der SELK ergeben werden, im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit.



Unterscheidungskunst, Kreativität und Salutogenese
SELK: Pastoralkolleg thematisiert Fragen der Arbeitsgesundheit

Bergen-Bleckmar, 20.2.2019 – selk – Drei Tage lang – vom 18. bis zum 20. Februar – arbeiteten knapp zwanzig Pfarrer der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) im Tagungszentrum der Lutherischen Kirchenmission der SELK in Bleckmar im Rahmen der berufsbegleitenden Fortbildung im Pastoralkolleg zu der Frage, wie gesundheitsförderliche Arbeit als Pfarrer in Zeiten des Stellenabbaus und des voranschreitenden Strukturprozesses möglich ist.

Den ersten Impuls setzte Superintendent Markus Nietzke (Hermannsburg), der den Strukturprozess im Kirchenbezirk Niedersachsen-West der SELK schon länger begleitet und gestaltet hat und sich zugleich seit Jahren mit Fragen des Lebens-, Zeit- und Arbeitsmanagement beschäftigt. Neben ganz praktischen und kreativen Anregungen gab Nietzke den anwesenden Pfarrern aus allen vier Regionen der SELK die Empfehlung mit, sich immer wieder neu in die Kunst der Unterscheidung einzuüben, zum Beispiel: Wer tut was warum? Dabei stellte der Referent verschiedene Modelle vor, die helfen können, Veränderungsprozesse zu verstehen und zu gestalten. Immer wieder speiste Nietzke Erfahrungen aus dem Strukturveränderungsprozess seines Kirchenbezirks ein.

Am zweiten Tag des Pastoralkollegs arbeitete Pfarrer Andreas Rohnke M.A., Mitarbeiter im Personaldezernat der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, mit den Teilnehmern. Er stellte das Konzept der Salutogenese nach Aaron Antonovsky und das der Arbeitsfähigkeit nach Juhani Ilmarinen vor. Praktisch wurde es, als die anwesenden Pfarrer mittels eines Fragebogens ihren eigenen Arbeitsbewältigungsindex ermittelten und sich in Zweiergruppen gegenseitig mit Blick auf Fragen nach der Gesundheit, der Arbeitsorganisation und den Arbeitsbedingungen sowie der Kompetenz coachten. Ausgehend von diesen Gesprächen diskutierte die Gesamtgruppe die Frage, welche Konsequenzen sich daraus für das Arbeiten in der eigenen Kirche ergeben könnten.

Geistlich wurden die Tage durch Andachten und einen Beicht- und Abendmahlsgottesdienst gefüllt, in denen die Frage nach der eigenen Person im Pfarramt aufgenommen wurde. Eine freie Bibelarbeit zu Psalm 23, bei der die Teilnehmer unter verschiedenen Methodiken und Zugängen wählen konnten, gehörte ebenfalls zum Programm dieser Fortbildungsveranstaltung.

Abgeschlossen wurden die Tage durch eine Gesprächsrunde, in der die Teilnehmer untereinander wertvolle Tipps zum Thema Arbeitsorganisation und Arbeitszufriedenheit austauschten.

Der nächste Kurs des Pastoralkollegs ist für die Zeit vom 23. bis zum 25. September 2019 in Wittenberg geplant. Thema soll dann „Gemeindeaufbau, Gemeindeentwicklung, Gemeindeberatung“ sein.

Das Pastoralkolleg dient der Fortbildung der Pfarrer und Pastoralreferentinnen der SELK und wird von Prof. Dr. Christoph Barnbrock (Oberursel) und Kirchenrat Michael Schätzel (Hannover) vorbereitet, koordiniert und geleitet.



„Leidiges Thema oder (geistliche) Herausforderung?“
SELK: Pastoralkolleg „Finanzen in der Kirche“ in Oberursel

Oberursel, 28.9.2018 – selk – Vom 24. bis 26. September fand wieder ein Kurs des Pastoralkollegs der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK | www.pastoralkolleg-selk.de) auf dem Gelände der Lutherischen Theologischen Hochschule (LThH | www.lthh.de) in Oberursel statt. Zum Thema „Finanzen in der Kirche. Leidiges Thema oder (geistliche) Herausforderung“ arbeiteten die teilnehmenden Theologen aus der SELK und ein Gast aus der Evangelischen Kirche im Rheinland intensiv miteinander.

Den Auftakt bildete eine Einheit, die Hans Joachim Bösch (Stade), Vorsitzender der Synodalkommission für Haushalts- und Finanzfragen der SELK, zum Thema „Die Finanzen der SELK“ gestaltete. Dabei beleuchtete er die Finanzentwicklung der SELK, den Umgang mit den Rücklagen und die Notwendigkeiten und Herausforderungen, die sich mit dem begonnenen Strukturprozess innerhalb der Kirche verbinden. Die engagierte Aussprache zeigte, wie wichtig eine anhaltende Beschäftigung mit diesem Themenkomplex ist.

In einer Bibelarbeit stellte Prof. Dr. Jorg Christian Salzmann, Lehrstuhlinhaber für Neues Testament an der LThH, verschiedene Aspekte zum Thema „Umgang mit Geld in der Bibel“ vor und arbeitete dann intensiv mit den Teilnehmern zum 8. Kapitel des 2. Korintherbriefs.

Den Schwerpunkt des Kurses bildeten drei Seminarblöcke mit der Fundraising- und Stiftungsberaterin Ingrid Alken (Hannover) zum Thema „Fundraising“. Die Referentin stellte Grundlagen des Fundraisings vor und gab praktische Anregungen. Dabei wechselte sie ihre eigenen Ausführungen mit Praxiseinheiten ab, in denen die Teilnehmer selbst tätig wurden.

Prof. Dr. Christoph Barnbrock, Lehrstuhlinhaber für Praktische Theologie an der LThH, stellte am letzten Seminartag Überlegungen zur „Spiritualität des Fundraisings“ vor, indem er drei Konzepte skizzierte, eigene Überlegungen vorstellte und danach fragte, wie theologische Überzeugungen und geistliche Praxis auf der einen Seite und der Umgang mit Geld auf der anderen Seite zusammenpassen.

Als wertvoll wurde von den Teilnehmern auch die Abschlusseinheit wahrgenommen, in der sie sich an gelungenen Erfahrungen zum Thema „Finanzen in der Kirche“ Anteil gaben.

Eingefasst waren die Tage in Andachten und einen Beicht- und Abendmahlsgottesdienst, den das Pastoralkolleg mit der Hochschulgemeinschaft feierte. Auch das Miteinander bei den Mahlzeiten auf dem Campus und bei einem Restaurantbesuch in der Stadt wurde als bereichernd erlebt.

Die Teilnehmer zogen am Ende der Tagung ein positives Feedback. Die Verzahnung von Theorie und Praxis, die Impulse, die das Pastoralkolleg vermittelt hat, und der Austausch untereinander waren, so die Teilnehmer, gelungen.

Das nächste Pastoralkolleg findet vom 18. bis zum 20. Februar 2019 im Tagungszentrum der Lutherischen Kirchenmission der SELK in Bergen-Bleckmar zum Thema „‚Immer mehr Arbeit, Gemeinden …‘ Als Pfarrer in Zeiten von Strukturreformen gesund arbeiten“ statt. Das übernächste Pastoralkolleg ist für die Zeit vom 23. bis zum 25. September 2019 in der Alten Lateinschule in Wittenberg zum Thema „Gemeindeaufbau und Gemeindeentwicklung. Impulse für den lutherischen Kontext“ geplant.

Das Pastoralkolleg der SELK wird von Prof. Dr. Christoph Barnbrock und Kirchenrat Michael Schätzel (Hannover) als Koordinatoren organisiert und geleitet. 



"Christlich für Seelen sorgen"

Pastoralkolleg der SELK tagte in Wittenberg

Lutherstadt Wittenberg, 21.2.2018 - selk - Zum Thema "Seelsorge" ließ sich vom 19. bis zum 21. Februar rund ein Dutzend Pfarrer der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) im Pastoralkolleg der SELK in der Lutherstadt Wittenberg fortbilden. Dabei hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, die Räumlichkeiten des Internationalen Lutherischen Studien- und Begegnungszentrums in der Alten Lateinschule (https://oldlatinschool.org) kennenzulernen und auch Abstecher zu den Reformationsstätten in der Stadt zu unternehmen.

Im Rahmen der thematischen Arbeiten führte Petra Hohn (Leipzig), Geschäftsführerin des Bundesverbandes Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. (www.veid.de), in Fragestellungen der Familienseelsorge im Falle des Todes eines Kindes ein. Praxisnah benannte die Referentin Herausforderungen der Arbeit in solchen Situationen, ermutigte aber zugleich auch dazu, diese Aufgaben mutig anzugehen.

Am zweiten Arbeitstag wandte sich SELK-Superintendent Manfred Holst (Marburg), Ehe- und Familienberater (Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e.V. | DAJEB) und Diplom-Supervisor für Soziale Berufe, der Bearbeitung von Konflikten und Krisen in Familien zu. Dabei führte er in Grundüberlegungen systemischer Arbeit ein und verknüpfte diese Überlegungen immer wieder mit Beispielen aus der Pfarramtspraxis. In weiteren Einheiten wandte sich Holst gemeinsam mit der Gruppe dem Werkzeug der Seelsorgearbeit zu und nahm dabei insbesondere die Verwendung von Fragen in der Seelsorge in den Blick.

Am dritten Tag des Pastoralkollegs wurden mit den Überlegungen von SELK-Pfarrer i. R. und Spiritual Johannes Dress (Uelzen-Molzen) noch stärker die genuin theologischen Faktoren der Seelsorge thematisiert. Am Beispiel der Geistlichen Begleitung zeigte Dress auf, welche Chancen sich durch die Rückbesinnung auf die spirituellen Wurzeln für seelsorgliche Kontexte ergeben können.

Zum Pastoralkolleg gehörten außerdem Andachten und ein Beicht- und Abendmahlsgottesdienst, die jeweils von Prof. Dr. Christoph Barnbrock (Oberursel) gestaltet wurden, der gemeinsam mit Kirchenrat Michael Schätzel (Hannover) das Pastoralkolleg der SELK koordiniert und leitet.

Die Teilnehmer zeigten sich zum Abschluss dankbar für den Verlauf der Veranstaltung. Neben den inhaltlichen Impulsen wurde insbesondere der attraktive Tagungsort im Feedback positiv hervorgehoben. Das nächste Pastoralkolleg der SELK findet vom 24. bis zum 26. September in Oberursel statt. Dann dreht sich alles um das Thema "Finanzen": "Finanzen in der Kirche - leidiges Thema oder (geistliche) Herausforderung?".



"Sagenhaft, wie kreativ wir sein können!"

SELK: Pastoralkolleg "Neue Impulse fürs Predigen" in Oberursel

Oberursel, 15.3.2017 - selk - Vom 13. bis zum 15. März fand nach längerer Unterbrechung wieder ein Kurs des Pastoralkollegs der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) auf dem Gelände der Lutherischen Theologischen Hochschule (LThH) in Oberursel statt. Zum Thema "Neue Impulse fürs Predigen gegen die Predigtmüdigkeit" arbeiteten die teilnehmenden Theologen intensiv miteinander.

Prof. Dr. Achim Behrens, Lehrstuhlinhaber für Altes Testament an der LThH, arbeitete mit den Teilnehmern am Predigttext für den Sonntag Judika, 2. April. Dabei zeigte er auf, wie sich auch in der Praxis exegetisch verantwortet arbeiten lässt und was das für die eigene Predigttätigkeit auch für einen Ertrag erwirtschaftet.

Einen besonderen Farbtupfer stellten die Einheiten mit Vikarin Katharina Scholl aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck dar, die ihre Erfahrungen aus der "Predigtslam"-Arbeit an der Philipps-Universität Marburg einbrachte. Dabei führte sie nicht nur in das Konzept "Predigtslam" ein, das sich von der poetischen Kunstform des "Poetry Slam" her entwickelt hatte, sondern forderte die Teilnehmer auch auf, anhand jeweils eines theologischen Begriffes und eines Begriffes aus der Alltagswelt eigene Texte zu entwickeln und vorzutragen. Dabei entstanden humorvolle, aber geistlich durchaus bewegende Werkstücke, sodass ein Teilnehmer diese Erfahrung mit den Worten kommentierte: "Sagenhaft, wie kreativ wir sein können!" Dass dies kein Format für die sonntägliche Predigt sein kann, wurde schnell klar. Aber als Hilfe, um im Vorfeld des Predigens Schreibblockaden zu überwinden, scheint es durchaus geeignet zu sein.

Ergänzt wurde das Tagungsprogramm durch Seminareinheiten von Prof. Dr. Christoph Barnbrock, Lehrstuhlinhaber für Praktische Theologie an der LThH, zu den Themen "Gegen den homiletischen Burnout" und "Konkrete Tipps fürs Predigen".

Eingefasst waren die Tage in Andachten und einen Beicht- und Abendmahlsgottesdienst, den das Pastoralkolleg mit der Hochschulgemeinschaft feierte und in denen nicht nur "über" das Predigen geredet, sondern das Predigen als Wortgeschehen erfahren wurde.

Die Teilnehmer zogen am Ende der Tagung ein positives Feedback. Die Verzahnung von Theorie und Praxis, die erfrischenden Akzente, die das Pastoralkolleg gesetzt hat, und der Austausch untereinander wurden als bereichernd erlebt.

Die nächsten Kurse sind für die Zeit vom 19. bis zum 21. Februar 2018 in der Lutherstadt Wittenberg (zum Thema "Seelsorge") und für die Zeit vom 24. bis zum 26. September 2018 in Oberursel (zum Thema "Kirche und Geld") geplant.

Das Pastoralkolleg ist ein Fortbildungsangebot der SELK für Geistliche im aktiven Dienst und wird von Prof. Barnbrock und von Kirchenrat Michael Schätzel (Hannover) als Koordinatoren organisiert und betreut.



Neubeginn der pastoralen Fortbildung
SELK: Pastoralkolleg mit neuer Leitung

Oberursel/Hannover, 2.11.2016 - selk - Das Pastoralkolleg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) hat eine neue Leitung: Prof. Dr. Christoph Barnbrock von der Lutherischen Theologischen Hochschule (LThH) Oberursel der SELK und Kirchenrat Michael Schätzel vom Kirchenbüro der SELK in Hannover sind von der Kirchenleitung für sechs Jahre mit der Leitung betraut worden.

Das Pastoralkolleg, das der Fortbildung der Pfarrer und Pastoralreferentinnen der SELK dient, wird künftig in Anbindung an die LThH und in enger Abstimmung mit dem Kirchenbüro der SELK in Hannover geführt. Die neuen Leiter verstehen sich als Koordinatoren und Organisatoren des Pastoralkollegs und streben eine Vernetzung mit verschiedenen Fachkommissionen und Fachleuten an, die sie für die inhaltliche Gestaltung der Kurse gewinnen möchten.

Die institutionelle Anbindung an die LThH bedeutet nicht, dass die in der Regel zwei dreitägigen Kurse durchweg in Oberursel durchgeführt werden. Vielmehr sollen die Angebote rotierend an verschiedenen Orten stattfinden. "Denkbar wäre so auch, stärker exkursionsartig vorbildliche Arbeitsbereiche in anderen Kirchen kennenzulernen und Vernetzungen mit Fortbildungsangeboten im Raum der Ökumene anzustreben", heißt es in dem der Kirchenleitung vorgelegten Konzept.

Da das kommende Jahr durch kirchliche Großveranstaltungen außerordentlich ausgefüllt ist, wird das Pastoralkolleg zunächst mit nur einem Kurs starten. Dieser soll vom 13. bis zum 15. März in Oberursel der Predigtarbeit gewidmet sein. Ab 2018 sollen dann jeweils wieder zwei Kurse pro Jahr (Frühjahr/Herbst) stattfinden.

"Denkbar wären darüber hinaus auch neue Formate, etwa einmal im Jahr ,Pastoralkolleg+', zu dem sich ein Pfarrer mit seinem Kirchenvorstand oder einem bestimmten Teil seiner Mitarbeiterschaft anmelden könnte, um eine bestimmte Herausforderung des Gemeindelebens gemeinsam bewältigen zu lernen", so Barnbrock und Schätzel. Auch andere Formate sowie die Vernetzung mit Geistlichen aus Schwester- und Partnerkirchen seien denkbar.

In ihrem Konzept skizzieren die neuen Leiter des Pastoralkollegs eine breite Themenvielfalt und nehmen in Aussicht, die potenziellen Teilnehmer etwa über das Werkzeug einer Internetabstimmung stärker in die Themenauswahl einzubeziehen. Wünschenswert erscheine es, die Teilnehmer am Pastoralkolleg stärker zu Akteuren zu machen. "Pastoralkollegs könnten so zum Beispiel auch als ,Börsen gelingender Gemeindearbeit' gestaltet werden, in denen die Teilnehmer sich gegenseitig von Projekten berichten. Pastoralkollegs könnten darüber hinaus auch Gelegenheit zur Literaturvorstellung geben." Wünschenswert sei auch, "die Teilnehmer jedenfalls gelegentlich zu Multiplikatoren in ihren Pfarrkonventen werden zu lassen. Das Arbeitsmaterial müsste entsprechend so gestaltet sein, dass es dann von den Teilnehmern auch in ihren Kontexten verwendet werden kann."