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„Leidiges Thema oder (geistliche) Herausforderung?“
SELK: Pastoralkolleg „Finanzen in der Kirche“ in Oberursel

Oberursel, 28.9.2018 – selk – Vom 24. bis 26. September fand wieder ein Kurs des Pastoralkollegs der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK | www.pastoralkolleg-selk.de) auf dem Gelände der Lutherischen Theologischen Hochschule (LThH | www.lthh.de) in Oberursel statt. Zum Thema „Finanzen in der Kirche. Leidiges Thema oder (geistliche) Herausforderung“ arbeiteten die teilnehmenden Theologen aus der SELK und ein Gast aus der Evangelischen Kirche im Rheinland intensiv miteinander.

Den Auftakt bildete eine Einheit, die Hans Joachim Bösch (Stade), Vorsitzender der Synodalkommission für Haushalts- und Finanzfragen der SELK, zum Thema „Die Finanzen der SELK“ gestaltete. Dabei beleuchtete er die Finanzentwicklung der SELK, den Umgang mit den Rücklagen und die Notwendigkeiten und Herausforderungen, die sich mit dem begonnenen Strukturprozess innerhalb der Kirche verbinden. Die engagierte Aussprache zeigte, wie wichtig eine anhaltende Beschäftigung mit diesem Themenkomplex ist.

In einer Bibelarbeit stellte Prof. Dr. Jorg Christian Salzmann, Lehrstuhlinhaber für Neues Testament an der LThH, verschiedene Aspekte zum Thema „Umgang mit Geld in der Bibel“ vor und arbeitete dann intensiv mit den Teilnehmern zum 8. Kapitel des 2. Korintherbriefs.

Den Schwerpunkt des Kurses bildeten drei Seminarblöcke mit der Fundraising- und Stiftungsberaterin Ingrid Alken (Hannover) zum Thema „Fundraising“. Die Referentin stellte Grundlagen des Fundraisings vor und gab praktische Anregungen. Dabei wechselte sie ihre eigenen Ausführungen mit Praxiseinheiten ab, in denen die Teilnehmer selbst tätig wurden.

Prof. Dr. Christoph Barnbrock, Lehrstuhlinhaber für Praktische Theologie an der LThH, stellte am letzten Seminartag Überlegungen zur „Spiritualität des Fundraisings“ vor, indem er drei Konzepte skizzierte, eigene Überlegungen vorstellte und danach fragte, wie theologische Überzeugungen und geistliche Praxis auf der einen Seite und der Umgang mit Geld auf der anderen Seite zusammenpassen.

Als wertvoll wurde von den Teilnehmern auch die Abschlusseinheit wahrgenommen, in der sie sich an gelungenen Erfahrungen zum Thema „Finanzen in der Kirche“ Anteil gaben.

Eingefasst waren die Tage in Andachten und einen Beicht- und Abendmahlsgottesdienst, den das Pastoralkolleg mit der Hochschulgemeinschaft feierte. Auch das Miteinander bei den Mahlzeiten auf dem Campus und bei einem Restaurantbesuch in der Stadt wurde als bereichernd erlebt.

Die Teilnehmer zogen am Ende der Tagung ein positives Feedback. Die Verzahnung von Theorie und Praxis, die Impulse, die das Pastoralkolleg vermittelt hat, und der Austausch untereinander waren, so die Teilnehmer, gelungen.

Das nächste Pastoralkolleg findet vom 18. bis zum 20. Februar 2019 im Tagungszentrum der Lutherischen Kirchenmission der SELK in Bergen-Bleckmar zum Thema „‚Immer mehr Arbeit, Gemeinden …‘ Als Pfarrer in Zeiten von Strukturreformen gesund arbeiten“ statt. Das übernächste Pastoralkolleg ist für die Zeit vom 23. bis zum 25. September 2019 in der Alten Lateinschule in Wittenberg zum Thema „Gemeindeaufbau und Gemeindeentwicklung. Impulse für den lutherischen Kontext“ geplant.

Das Pastoralkolleg der SELK wird von Prof. Dr. Christoph Barnbrock und Kirchenrat Michael Schätzel (Hannover) als Koordinatoren organisiert und geleitet. 



"Christlich für Seelen sorgen"

Pastoralkolleg der SELK tagte in Wittenberg

Lutherstadt Wittenberg, 21.2.2018 - selk - Zum Thema "Seelsorge" ließ sich vom 19. bis zum 21. Februar rund ein Dutzend Pfarrer der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) im Pastoralkolleg der SELK (www.pastoralkolleg-selk.de) in der Lutherstadt Wittenberg fortbilden. Dabei hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, die Räumlichkeiten des Internationalen Lutherischen Studien- und Begegnungszentrums in der Alten Lateinschule (https://oldlatinschool.org) kennenzulernen und auch Abstecher zu den Reformationsstätten in der Stadt zu unternehmen.

Im Rahmen der thematischen Arbeiten führte Petra Hohn (Leipzig), Geschäftsführerin des Bundesverbandes Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. (www.veid.de), in Fragestellungen der Familienseelsorge im Falle des Todes eines Kindes ein. Praxisnah benannte die Referentin Herausforderungen der Arbeit in solchen Situationen, ermutigte aber zugleich auch dazu, diese Aufgaben mutig anzugehen.

Am zweiten Arbeitstag wandte sich SELK-Superintendent Manfred Holst (Marburg), Ehe- und Familienberater (Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e.V. | DAJEB) und Diplom-Supervisor für Soziale Berufe, der Bearbeitung von Konflikten und Krisen in Familien zu. Dabei führte er in Grundüberlegungen systemischer Arbeit ein und verknüpfte diese Überlegungen immer wieder mit Beispielen aus der Pfarramtspraxis. In weiteren Einheiten wandte sich Holst gemeinsam mit der Gruppe dem Werkzeug der Seelsorgearbeit zu und nahm dabei insbesondere die Verwendung von Fragen in der Seelsorge in den Blick.

Am dritten Tag des Pastoralkollegs wurden mit den Überlegungen von SELK-Pfarrer i. R. und Spiritual Johannes Dress (Uelzen-Molzen) noch stärker die genuin theologischen Faktoren der Seelsorge thematisiert. Am Beispiel der Geistlichen Begleitung zeigte Dress auf, welche Chancen sich durch die Rückbesinnung auf die spirituellen Wurzeln für seelsorgliche Kontexte ergeben können.

Zum Pastoralkolleg gehörten außerdem Andachten und ein Beicht- und Abendmahlsgottesdienst, die jeweils von Prof. Dr. Christoph Barnbrock (Oberursel) gestaltet wurden, der gemeinsam mit Kirchenrat Michael Schätzel (Hannover) das Pastoralkolleg der SELK koordiniert und leitet.

Die Teilnehmer zeigten sich zum Abschluss dankbar für den Verlauf der Veranstaltung. Neben den inhaltlichen Impulsen wurde insbesondere der attraktive Tagungsort im Feedback positiv hervorgehoben. Das nächste Pastoralkolleg der SELK findet vom 24. bis zum 26. September in Oberursel statt. Dann dreht sich alles um das Thema "Finanzen": "Finanzen in der Kirche - leidiges Thema oder (geistliche) Herausforderung?".



"Sagenhaft, wie kreativ wir sein können!"

SELK: Pastoralkolleg "Neue Impulse fürs Predigen" in Oberursel

Oberursel, 15.3.2017 - selk - Vom 13. bis zum 15. März fand nach längerer Unterbrechung wieder ein Kurs des Pastoralkollegs der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) auf dem Gelände der Lutherischen Theologischen Hochschule (LThH) in Oberursel statt. Zum Thema "Neue Impulse fürs Predigen gegen die Predigtmüdigkeit" arbeiteten die teilnehmenden Theologen intensiv miteinander.

Prof. Dr. Achim Behrens, Lehrstuhlinhaber für Altes Testament an der LThH, arbeitete mit den Teilnehmern am Predigttext für den Sonntag Judika, 2. April. Dabei zeigte er auf, wie sich auch in der Praxis exegetisch verantwortet arbeiten lässt und was das für die eigene Predigttätigkeit auch für einen Ertrag erwirtschaftet.

Einen besonderen Farbtupfer stellten die Einheiten mit Vikarin Katharina Scholl aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck dar, die ihre Erfahrungen aus der "Predigtslam"-Arbeit an der Philipps-Universität Marburg einbrachte. Dabei führte sie nicht nur in das Konzept "Predigtslam" ein, das sich von der poetischen Kunstform des "Poetry Slam" her entwickelt hatte, sondern forderte die Teilnehmer auch auf, anhand jeweils eines theologischen Begriffes und eines Begriffes aus der Alltagswelt eigene Texte zu entwickeln und vorzutragen. Dabei entstanden humorvolle, aber geistlich durchaus bewegende Werkstücke, sodass ein Teilnehmer diese Erfahrung mit den Worten kommentierte: "Sagenhaft, wie kreativ wir sein können!" Dass dies kein Format für die sonntägliche Predigt sein kann, wurde schnell klar. Aber als Hilfe, um im Vorfeld des Predigens Schreibblockaden zu überwinden, scheint es durchaus geeignet zu sein.

Ergänzt wurde das Tagungsprogramm durch Seminareinheiten von Prof. Dr. Christoph Barnbrock, Lehrstuhlinhaber für Praktische Theologie an der LThH, zu den Themen "Gegen den homiletischen Burnout" und "Konkrete Tipps fürs Predigen".

Eingefasst waren die Tage in Andachten und einen Beicht- und Abendmahlsgottesdienst, den das Pastoralkolleg mit der Hochschulgemeinschaft feierte und in denen nicht nur "über" das Predigen geredet, sondern das Predigen als Wortgeschehen erfahren wurde.

Die Teilnehmer zogen am Ende der Tagung ein positives Feedback. Die Verzahnung von Theorie und Praxis, die erfrischenden Akzente, die das Pastoralkolleg gesetzt hat, und der Austausch untereinander wurden als bereichernd erlebt.

Die nächsten Kurse sind für die Zeit vom 19. bis zum 21. Februar 2018 in der Lutherstadt Wittenberg (zum Thema "Seelsorge") und für die Zeit vom 24. bis zum 26. September 2018 in Oberursel (zum Thema "Kirche und Geld") geplant.

Das Pastoralkolleg ist ein Fortbildungsangebot der SELK für Geistliche im aktiven Dienst und wird von Prof. Barnbrock und von Kirchenrat Michael Schätzel (Hannover) als Koordinatoren organisiert und betreut.



Neubeginn der pastoralen Fortbildung
SELK: Pastoralkolleg mit neuer Leitung

Oberursel/Hannover, 2.11.2016 - selk - Das Pastoralkolleg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) hat eine neue Leitung: Prof. Dr. Christoph Barnbrock von der Lutherischen Theologischen Hochschule (LThH) Oberursel der SELK und Kirchenrat Michael Schätzel vom Kirchenbüro der SELK in Hannover sind von der Kirchenleitung für sechs Jahre mit der Leitung betraut worden.

Das Pastoralkolleg, das der Fortbildung der Pfarrer und Pastoralreferentinnen der SELK dient, wird künftig in Anbindung an die LThH und in enger Abstimmung mit dem Kirchenbüro der SELK in Hannover geführt. Die neuen Leiter verstehen sich als Koordinatoren und Organisatoren des Pastoralkollegs und streben eine Vernetzung mit verschiedenen Fachkommissionen und Fachleuten an, die sie für die inhaltliche Gestaltung der Kurse gewinnen möchten.

Die institutionelle Anbindung an die LThH bedeutet nicht, dass die in der Regel zwei dreitägigen Kurse durchweg in Oberursel durchgeführt werden. Vielmehr sollen die Angebote rotierend an verschiedenen Orten stattfinden. "Denkbar wäre so auch, stärker exkursionsartig vorbildliche Arbeitsbereiche in anderen Kirchen kennenzulernen und Vernetzungen mit Fortbildungsangeboten im Raum der Ökumene anzustreben", heißt es in dem der Kirchenleitung vorgelegten Konzept.

Da das kommende Jahr durch kirchliche Großveranstaltungen außerordentlich ausgefüllt ist, wird das Pastoralkolleg zunächst mit nur einem Kurs starten. Dieser soll vom 13. bis zum 15. März in Oberursel der Predigtarbeit gewidmet sein. Ab 2018 sollen dann jeweils wieder zwei Kurse pro Jahr (Frühjahr/Herbst) stattfinden.

"Denkbar wären darüber hinaus auch neue Formate, etwa einmal im Jahr ,Pastoralkolleg+', zu dem sich ein Pfarrer mit seinem Kirchenvorstand oder einem bestimmten Teil seiner Mitarbeiterschaft anmelden könnte, um eine bestimmte Herausforderung des Gemeindelebens gemeinsam bewältigen zu lernen", so Barnbrock und Schätzel. Auch andere Formate sowie die Vernetzung mit Geistlichen aus Schwester- und Partnerkirchen seien denkbar.

In ihrem Konzept skizzieren die neuen Leiter des Pastoralkollegs eine breite Themenvielfalt und nehmen in Aussicht, die potenziellen Teilnehmer etwa über das Werkzeug einer Internetabstimmung stärker in die Themenauswahl einzubeziehen. Wünschenswert erscheine es, die Teilnehmer am Pastoralkolleg stärker zu Akteuren zu machen. "Pastoralkollegs könnten so zum Beispiel auch als ,Börsen gelingender Gemeindearbeit' gestaltet werden, in denen die Teilnehmer sich gegenseitig von Projekten berichten. Pastoralkollegs könnten darüber hinaus auch Gelegenheit zur Literaturvorstellung geben." Wünschenswert sei auch, "die Teilnehmer jedenfalls gelegentlich zu Multiplikatoren in ihren Pfarrkonventen werden zu lassen. Das Arbeitsmaterial müsste entsprechend so gestaltet sein, dass es dann von den Teilnehmern auch in ihren Kontexten verwendet werden kann."